Residenz der Botschaft von Dänemark
Standort: BerlinBauherr: Dänisches Außenministerium
Architekt: Patrik Dierks, Ralf Kunze, Andreas Oevermann
Partner: Suzanne Kongsted Architect Helsingoer, Katrin Lesser Landschaftsarchitektin
Leistungen: Umbau, Sanierung u. Neubau HOAI LPh 2-9
Baukosten: 1.8 Mio Euro
Bauvolumen: 1.170 qm BGF
Jahr: 1999-2001
Ursprünglich an diesem Standort von Hermann Muthesius geplant, wurde das Grundstück verkauft, ehe der Bau realisiert werden konnte. Teile der Gartenanlage waren bereits fertiggestellt, und damit ein frühes Beispiel des Reformgartens von Ludwig Lesser sowie eine Pergola aus Beton-Fertigteilen von Muthesius. 1926 wurde das Landhaus durch Hermann Karpenstein erbaut, ohne auf den vorhandenen Garten einzugehen. Das Haus wurde mitsamt dem Garten 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Eines der bedeutsamsten art deco Interieurs konnte teilweise bis in die Gegenwart erhalten werden.
Mit dem Umbau zur Botschaftsresidenz erhält das Haus wieder seine ursprüngliche Nutzungsstruktur. Repräsentation als Konvention, hier in Form der Dienstwohnung des Dänischen Botschafters. Im Sinne einer behutsamen Restaurierung findet einerseits eine Präzisierung und Glättung der historischen Aussage statt, andererseits erhält das Haus durch Überlagerungen mit neuen Bauteilen eine neuen Ausdruck. Proportion und Gefüge werden entscheidend durch die neue Orangerie und durch neue Dachaufbauten variiert. Die dominante wie monolithische Gebärde des Hauses wird durch Transparenz und Schichtung bereichert.
Weitere Informationen unter www.daenemark.org